Stadionordnung

 

 S T A D T V E R W A L T U N G     Z W E I B R Ü C K E N
Westpfalzstadion Zweibrücken
Stadionordnung

§ 1 Geltungsbereich
Diese Benutzungsordnung gilt für die Benutzung und den Besuch des Westpfalzstadions in Zweibrücken.

§ 2 Widmung
(1) Das Stadion dient vornehmlich der Durchführung von Sportveranstaltungen und von Großveranstaltungen mit überregionalem oder repräsentativem Charakter.
(2) Ein Anspruch der Allgemeinheit auf Benutzung des Westpfalzstadions besteht nicht.
(3) Das Recht zur Benutzung des Stadions setzt den Abschluss einer wirksamen schriftlichen Nutzungsvereinbarung voraus. Die im Einzelfall abzuschließende Nutzungsvereinbarung richtet sich nach bürgerlichem Recht.

§ 3 Aufenthalt
(1) Bei Sportveranstaltungen, an denen Eintrittsgeld erhoben wird, dürfen sich im Westpfalzstadion nur Personen aufhalten, die eine gültige Eintrittskarte oder einen sonstigen Berechtigungsausweis mit sich führen oder die ihre Aufenthaltsberechtigung für diese Veranstaltung auf eine andere Art nachweisen können. Eintrittskarten und Berechtigungsausweise sind innerhalb der Stadionanlage auf Verlangen der Polizei, des Kontroll- und Ordnungsdienstes oder der Mitarbeiter der Stadt vorzuweisen.
(2) Zuschauer haben den auf der Eintrittskarte für die jeweilige Veranstaltung angegebenen Platz einzunehmen.
(3) Für den Aufenthalt im Stadion an veranstaltungsfreien Tagen gilt die Sportstättenordnung der Stadt.

§ 4 Eingangskontrolle
(1) Jeder Besucher von Sportveranstaltungen (siehe § 3 Abs. 1) ist bei dem Betreten der Stadionanlage verpflichtet, dem Kontroll- und Ordnungsdienst seine Eintrittskarte oder seinen Berechtigungsausweis unaufgefordert vorzuzeigen und auf Verlangen zur Überprüfung auszuhändigen.
(2) Der Kontroll- und Ordnungsdienst ist berechtigt, Personen - auch durch den Einsatz technischer Hilfsmittel - daraufhin zu kontrollieren, ob sie aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum oder wegen des Mitführens von Waffen oder von gefährlichen oder feuergefährlichen Sachen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Kontrolle erstreckt sich auch auf mitgeführte Gegenstände.
(3) Personen, die ihre Aufenthaltsberechtigung nicht nachweisen können und Personen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen, sind zurückzuweisen und am Betreten des Stadions zu hindern. Dasselbe gilt für Personen, gegen die innerhalb der Bundesrepublik ein Stadionverbot ausgesprochen worden ist. Ein Anspruch der zurückgewiesenen Besucher auf Erstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht.

§ 5 Verhalten im Stadion
(1) Innerhalb der Stadionanlagen hat sich jeder Besucher so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder - mehr als nach den Umständen vermeidbar - behindert oder belästigt wird.
(2) Die Besucher haben den Anordnungen der Polizei, der Feuerwehr, des Kontroll-, des Ordnungs- und des Rettungsdienstes sowie des Stadionsprechers Folge zu leisten.
(3) Aus Sicherheitsgründen und zur Abwehr von Gefahren sind die Besucher verpflichtet, auf Anweisung der Polizei oder des Kontroll- und Ordnungsdienstes andere Plätze als auf ihrer Eintrittskarte vermerkt - auch in anderen Stadionbereichen - einzunehmen.
(4) Alle Auf- und Abgänge sowie die Rettungsweg sind freizuhalten.

§ 6 Verbote
(1) Den Besuchern des Stadions ist das Mitführen folgender Gegenstände untersagt:
a) rassistisches, fremdenfeindliches und rechtsradikales Propagandamaterial;
b) Waffen jeder Art;
c) Sachen, die als Waffen oder Wurfgeschosse Verwendung finden können;
d) Gassprühdosen, ätzende oder färbende Substanzen;
e) Flaschen, Becher,, Krüge oder Dosen, die aus zerbrechlichem, splitterndem oder besonders hartem Material hergestellt sind;
f) sperrige Gegenstände wie Leitern, Hocker, Stühle, Kisten, Reisekoffer, Fahrräder;
g) Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere pyrotechnische Gegenstände;
h) Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als 2 Meter oder deren Durchmesser größer als 3 cm ist;
i) mechanisch betriebene Lärminstrumente;
j) alkoholische Getränke aller Art;
k) Tiere;
l) Laser-Pointer.

(2) Verboten ist den Besuchern weiterhin:
a) rassistische, fremdenfeindliche oder rechtsradikale Parolen zu äußern oder zu verbreiten;
b) nicht für die allgemeine Benutzung vorgesehene Bauten und Einrichtungen, insbesondere Fassaden, Zäune, Mauern, Umfriedungen der Spielfläche, Absperrungen, Beleuchtungsanlagen, Kamerapodeste, Bäume, Masten aller Art und Dächer zu beseitigen oder zu übersteigen;
c) Bereiche, die nicht für Besucher zugelassen sind (z. B. das Spielfeld, den Innenraum, die Funktionsräume), zu betreten;
d) mit Gegenständen aller Art zu werfen;
e) Feuer zu machen, Feuerwerkskörper oder Leuchtkugeln abzubrennen oder abzuschießen;
f) ohne Erlaubnis der Stadt oder des Stadionnutzers Waren und Eintrittskarten zu verkaufen, Drucksachen zu verteilen und Sammlungen durchzuführen;
g) bauliche Anlagen, Einrichtungen oder Wege zu beschriften, zu bemalen oder zu bekleben.
h) außerhalb der Toiletten die Notdurft zu verrichten oder das Stadion in anderer Weise, insbesondere durch das Wegwerfen von Sachen zu verunreinigen.

§ 7 Haftung
(1) Das Betreten und Benutzen des Stadions erfolgt auf eigene Gefahr. Für Personen und Sachschäden, die durch Dritte verursacht werden, haftet die Stadt nicht.
(2) Unfälle oder Schäden sind der Stadt unverzüglich zu melden.

§ 8 Hausrecht/Aufsicht
Das Hausrecht übt die Stadtverwaltung Zweibrücken bzw. die von Ihnen besonders ermächtigten Personen aus. Sie kann dieses Recht auf den jeweiligen Veranstalter übertragen.

§ 9 Zuwiderhandlungen
(1) Personen, die gegen die Vorschriften der Stadionordnung verstoßen, können ohne Entschädigung aus dem Stadion verwiesen und mit einem Stadionverbot belegt werden. Dasselbe gilt für Personen, die erkennbar unter Alkohol oder Drogeneinwirkung stehen. Besteht ferner der Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer sonstigen Ordnungswidrigkeit, so wird Strafanzeige erstattet.
(2) Verbotenerweise mitgeführte Sachen werden sichergestellt und - soweit sie für ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren nicht benötigt werden - nach dem Wegfall der Voraussetzungen für die Sicherstellung zurückgegeben.
 
(3) Maßnahmen nach Abs. 1 und 2 schließen Ansprüche (z. B. Rückerstattung von Eintrittsgeldern) gegen die Stadt Zweibrücken oder den jeweiligen Veranstalter aus.
(4) Die Rechte des Inhabers des Hausrechts bleiben unberührt.

Zweibrücken, den 8.10.2008

Franzen
Beigeordneter
 
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